Junge, behinderte Menschen und berufliche Aussichten

Ich möchte kurz einen Einblick in mein Leben geben. Mit 17 Jahren beschloss ich (ich war immer ein Spätzünder) eine Lehre als Pflegeassistentin zu machen. Man erklärte sich schliesslich bereit, mir das Praktikum in einem Pflegeheim zu ermöglichen. Dort wurde ich gemobbt, solange, bis ich selbst kündigte. Meine Mutter und ich haben weitergesucht, was für mich noch in Frage käme. Eigentlich wollte ich kein Bürogummi wie meine Mutter werden, aber was blieb mir anderes übrig? Die IV riet ebenfalls dazu und so durfte ich dieses Schulungs- und Wohnheim besuchen. Zuerst probeweise, und ich entschied mich daraufhin, diese Chance wahrzunehmen. Auch, wenn ich während des Aufenthaltes diese oft bereuen sollte; heute sage ich, dass es eine lehrreiche Zeit war.

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Goodbye

Ich habe dir Briefe geschrieben. Ich habe dir zu jedem Geburtstag Geschenke gemacht. Ich habe dich angerufen. Ich habe dich treffen wollen. Fällt dir was auf? Ja, ich, ich ich. Von dir kam nichts, nicht mal eine kleine Reaktion. Dieser Brief wird dich vielleicht sauer machen, und das ist gut so. Dann kommt vielleicht mal eine menschliche Reaktion. Sorry, dass ich dich aus deiner Welt raushole damit. Sorry, dass ich nicht so gleichgültig sein kann wie du. Du wirst mich nicht vermissen, aber ich dich. Alles, was mir bleibt, ist, dir alles Gute zu wünschen. Machs gut!

(Diesen Text hab ich irgendwo ganz hinten rausgekramt)

Ich vermisse euch!

Es mag allen so gehen, die jemanden verloren haben, der ihnen nahe stand. Jeder Mensch, den man gerne hatte, hinterlässt eine Lücke, die sich nie wieder schliessen lässt. Ich vermisse meine Grosseltern sehr. Früher konnte ich kurz anrufen und konnte mit ihnen quatschen, sie auch mal nach Rat fragen.

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Gedanken über das Leben und den Tod

Heute haben meine Familie und ich meine Oma zu Grabe getragen, sie ist letzten Montag im Alter von 85 Jahren friedlich eingeschlafen. Es tut zwar sehr weh, dass sie für immer weg ist und ich nie mehr mit ihr reden kann, aber auf der anderen Seite bin ich auch einfach froh, dass sie gehen durfte. Die letzten Monate waren ein Kampf für sie, der nun endlich sein Ende gefunden hat. Ich bin dankbar, dass sie und mein Opa (meine Mutter natürlich auch!) mir eine so glückliche Kindheit mitgegeben haben und immer für mich da waren. Wie heute richtig im Gottesdienst gesagt wurde: es ist nicht wichtig, wie viel Geld oder Ruhm man zu Lebzeiten hatte, nein, das wichtigste ist, Liebe gegeben zu haben, die die nächsten Generationen auch weitergeben können. Oma, danke für deine unerschütterliche Liebe, ich werde sie mit Freude weitergeben.

Die Sache mit der Kritik

Im Internet gibt es es unzählige Diskussionsgruppen- und Foren. Man kann zu einem (oder mehreren) Themen seinen Senf dazugeben. Mir fällt immer wieder auf, dass Leute nicht kritikfähig sind. Sei es, diese anzunehmen oder konstruktiv weiterzugeben. Meistens läuft es auf Beschimpfungen oder Beleidigungen raus, was ich persönlich sehr schade finde.

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Sommerpause

Da es jetzt wieder heiss wird und mir vor Hitze sowieso der Schädel raucht, machen ich und mein Blog bis zum 31. August 2011 Sommerpause.

Wir sind dann ab September wieder für Sie da.

Hochachtungsvoll, Oceana2010.de

Lebenswertes Leben

Mit einer Cerebralparese mit Rumpfataxie kam ich zur Welt. (Wer medizinisch interessiert ist, kann das hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Cerebralparese, für die anderen ist meine Form der Behinderung einfach eine Bewegungsstörung. Bei mir ist zum Glück das Gehirn nicht betroffen. Im Jahr 2009 wurde Multiple Sklerose diagnostiziert.

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Sorgen machen egoistisch!

Wenn man nur noch seine eigenen Sorgen im Kopf hat, hat das einen “Tunnelblick” zur Folge. Man ist so versteift auf seine Angelegenheiten, dass man alles, was draussen vor sich geht, ausblendet und nur noch gerade das mitbekommt, was einen interessiert. Nur noch das eine Thema, das einen selbst so bewegt, ist wichtig. Dass es durchaus noch interessante Sachen gibt, entgeht einem dann oft.


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Vertrauen

Die Sache mit dem Vertrauen ist so eine Sache. Ich wurde wohl als Teenager ziemlich geschädigt, weil an jedem Ecken über mich gelästert wurde und ich mich niemandem anvertrauen konnte ausser meiner Familie. Selbst jetzt geht es noch recht lange, bis ich jemandem vertraue. Natürlich kann mein Vertrauen immer enttäuscht werden, aber seit ich vorsichtiger geworden bin, wem ich was erzähle, ist auch diese Gefahr weniger geworden.

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Let it be…

Kürzlich habe ich wieder einmal festgestellt, wie ich mich selbst zerfleische. Ich übernehme manchmal Probleme von anderen, die mich gar nicht zu interessieren bräuchten. Dann kommt wieder die Phase, in der ich mich frage, in welchem Verhältnis das ganze eigentlich steht, um dann wiederholt zum Schluss zu kommen, dass ich zu viel von mir gebe.

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