Herz

Oceana's Blog

Lebe deine Träume, verträume nicht dein Leben

Die Ungewissheit des Lebens

Dieser Blog wurde inspiriert durch einen Artikel im “Magazin”, Beilage der Berner Zeitung BZ, vom Samstag, 4. September 2010.

Wie in besagtem Artikel geschrieben, lebten meine auch Grosseltern ganz anders als wir heute. Vor dem Krieg in Deutschland in die Schweiz geflohen, standen sie hier erst einmal vor dem Nichts. Arbeit zu finden war damals noch einfach – wer anpacken konnte, konnte auch arbeiten. Mein Opa hat schnell eine Stelle gefunden, meine Oma war als Schneiderin in Bern tätig.
So haben sie sich ein wenig Geld verdient, das zum Überleben gerade reichte. Der Arbeitgeber hat mit einem Darlehen dafür gesorgt, dass mein Opa ein Haus für seine kleine Familie bauen konnte. Von Versicherung keine Spur…Sie hatten es bestimmt nicht einfach, aber sie waren glücklich! Wir in der heutigen Zeit haben für alles und jedes eine Versicherung. Wenn etwas im Leben nicht so läuft wie wir es uns vorstellen, wird gleich gemotzt und nach einem Schuldigen gesucht. Doch: was nützt uns das? Nimmt es uns Last ab, werden wir dadurch zu glücklicheren Menschen? Nein. Es verschafft uns nur (vielleicht) die Gewissheit, nicht selbst zu einem Teil die Verantwortung tragen zu müssen und “damit leben zu müssen”. Was haben wir für ein Recht darauf, dass ein Kind gesund zur Welt kommt? Darauf gibt es kein Recht, es ist Glück, wenn ein Kind gesund ist. Wenn es krank oder behindert ist, gibt uns eben das die Chance, daran zu wachsen und glücklich darüber zu sein, dass dieses Kind atmet und auf dieser Welt sein darf. Wir sollten wieder lernen, dass es im Leben nie nach unseren Plänen geht, sondern dass es schon Glück ist, dass wir hier sind. Ein Recht auf Glück gibt es im Leben nun mal nicht, selbst wenn man an der höchsten Instanz klagen würde. Dankbarkeit heisst dieses Zauberwort. Ich gebe mir Mühe (es gelingt mir nicht immer, auch ich motze viel) am Morgen aufzustehen und beim Verlassen des Hauses meinen Mitmenschen ein Lächeln zu schenken. Denn schon diese kleine Geste wirkt noch immer Wunder!

7. September 2010Ein Kommentar — Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Kommentare

Daret/Alexander schrieb am 30. Januar 2011 um 20:51 Uhr:

Wie Recht du doch hast, in allen Punkten.
Ich selber bin auch jemand, der Motzt mal viel, mal weniger.

Aber durch meine Behinderung, weiß ich auch,
wie kostbar das Leben ist. Und ich bin jemand,
der sein Leben genießt. Zu mindest, versuche ich es jeden Tag

Nichts ist so kostbar und wertvoll, wie das Leben.

Ein sehr schöner Beitrag.
Ich finde, das sich mehr und mehr Menschen daran ein Beispiel nehmen sollten.

grüße daret
/aus Trekkies Forum

Copyright © 2010-2012, Dominique Ruesch
Wordpress Theme by Nils Ruesch