Herz

Oceana's Blog

Lebe deine Träume, verträume nicht dein Leben

R.I.P. Roman!

Von verschiedenen Kolleginnen, die ich im Rossfeld kennengelernt habe, habe ich heute Abend erfahren, dass Roman heute gestorben ist. Er war schwer behindert, denn er litt unter Muskeldystrophie. Es trifft mich immer wieder, wenn so junge Menschen (er wäre bald 21 geworden) mitten aus dem Leben gerissen werden. Gerade hatte er seine Lehre beendet… Irgendwie kommt da schon der Gedanke auf, dass das Leben verdammt unfair ist.
Da das Leben aber ist, wie es ist, will ich das beste daraus machen. Meine Lehrzeit im Rossfeld war sehr speziell. Ich bin dort Menschen begegnet, gegen deren Leiden mir mein eigenes sehr sehr klein vorkommt. Man wird automatisch demütig in so einem Umfeld. und doch, dort sind Jugendliche und junge Erwachsene jeder andere auch. Mit denselben Problemen, nur eben mit ein paar Hindernissen mehr. Nie werde ich meinen Kollegen David, der im Dezember 2005 gestorben ist, vergessen, er hat mir so viel mitgegeben. Einfach mal zufrieden zu sein, mit dem was man hat und nicht jeden Tag zu sagen: “Ou nei, das schisst mi itze aber ah!”

Und so gebe ich mir jeden Morgen Mühe, mich selbst zu motivieren für jeden einzelnen Tag. Wer weiss, wie lange das Leben noch geht, besser ich geniesse jeden Tag davon! Gleich heute Abend habe ich mich hingesetzt und an dem gearbeitet woran mir etwas liegt. Ob es nun ist, mich für mein hobby zu engagieren oder eine Freundschaft zu pflegen, alles und jedes was ich tue macht mein Leben erst lebenswert. Klingt jetzt philosophisch, ist aber so. Jedes Lächeln, das man schenkt und zurückerhält, ist ein Geschenk. Der Tod gehört zum Leben dazu, doch es ist nur das Ende eines (hoffentlich!) erfüllten Lebens (dafür ist jeder selbst verantwortlich!).

Deshalb bin ich glücklich, wenn etwas Schönes passiert, und weine, wenn etwas traurig ist. Das alles bedeutet, dass man lebt. Um es in Davids Sinn zu sagen: Es kommt nicht darauf an, wie lange man lebt, sondern wie man lebt. R.I.P., Roman, in meinen Erinnerungen wirst du weiterleben.

16. März 2010Ein Kommentar — Kommentar schreiben

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Kommentare

Shantalya schrieb am 16. März 2010 um 00:36 Uhr:

Ruhe in Frieden, Roman!

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